Call for Papers: „Reformation und Partizipation“, 30.9.-2.10.2027, London
Reformation und Partizipation
Konferenz des Vereins für Reformationsgeschichte (VRG)
und des German Historical Institute, London (GHIL)
London, 30. September bis 2. Oktober 2027
Der Ruf nach Partizipation durchzieht die Reformation. Während der moderne Begriff
meist individuell akzentuiert wird und bürgerliche Rechte oder Freiheiten impliziert, ist
das frühneuzeitliche Verständnis breiter angelegt. Es reicht von theologischen Konzepten
der Teilhabe und kirchlichen Zugehörigkeiten bis hin zu einer Vielfalt gesellschaftlicher,
rechtlicher und politischer Dimensionen. Christus partizipiert an Gottes Eigenschaften;
und Christen partizipieren am göttlichen Heil, an der Kirche und den Sakramenten. Der
Wunsch nach Teilhabe und die Forderung entsprechender Reformen ist zahlreichen
religiösen Bewegungen eigen. Entsprechend breit möchten wir für das ausgehende 15.,
das 16. und das frühe 17. Jahrhundert sondieren, welche Akteure, Motivationen und
Methoden eines partizipatorischen Engagements in ihren Verbindungen zur Reformation
begegnen. Schon für das 15. Jahrhundert ließe sich fragen, in welchen rechtlichen und
politischen Zusammenhängen der Begriff von Partizipation begegnet und ob sich damit
ein festes Konzept verbindet. In welchen religiösen, kulturellen, politischen und
ökonomischen Zusammenhängen kam dem Begriff oder Konzept praktische Relevanz
zu? Lassen sich partizipatorische Praktiken identifizieren? Und lassen für die
Reformation, in ihrer Diversität und Vielfalt an Dynamiken, Besonderheiten mit Blick auf
das Verständnis und die Forderung von Partizipation erkennen?
Wir laden Forschende aus allen Fächern zu einer Konferenz ein, die von vom 30.
September bis 2. Oktober 2027 in London stattfinden wird. Themenvorschläge sind
mit einer Zusammenfassung von ca. 150 Wörtern und einem Lebenslauf (von maximal 2
Seiten in A4) bis zum 15. September 2026 erbeten. –
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers .